Projektabschluss Nachverdichtung Silberdistelstraße

In der Silberdistelstraße in München wurde in vier Bauabschnitten eine umfassende Nachverdichtungsmaßnahme realisiert. Das Projekt umfasste die Aufstockung von zwei Bestandsgebäuden sowie den Abbruch und Neubau von zwei Wohngebäuden mit jeweils einer Tiefgarage. Insgesamt entstanden rund 100 neue Wohneinheiten.

Die m4 Ingenieure GmbH war für die Begutachtung des Bestandes, die Tragwerksplanung (LPH 1–6), die Planung der Baugrube sowie die bautechnische Kontrolle verantwortlich.

Im Zeitraum von 2018 bis 2025 wurde in der Silberdistelstraße in München eine umfassende Nachverdichtungsmaßnahme realisiert. Das Projekt umfasste die Aufstockung von zwei bestehenden Wohngebäuden sowie den Abbruch und Neubau von zwei weiteren Wohngebäuden, jeweils mit Tiefgarage. Die Umsetzung erfolgte in insgesamt vier Bauabschnitten. Insgesamt entstanden rund 40 neue Wohneinheiten.

Ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahme war das Bauen im Bestand unter beengten innerstädtischen Randbedingungen. Vor Beginn der Planungen wurden die vorhandenen Gebäude umfassend untersucht und die bestehende Bausubstanz begutachtet. Auf Grundlage dieser Erhebungen erfolgte die Tragwerksplanung für Neubau, Bestand und Aufstockung.

Die beiden Neubauten wurden jeweils mit eingeschossigen Tiefgaragen errichtet. Die Baugrubenherstellung erfolgte in unmittelbarer Nähe zu bestehender Bebauung und erforderte eine detaillierte Planung der Verbau- und Gründungsmaßnahmen. Die Rückbauarbeiten der vorhandenen Tiefgaragen sowie die anschließende Neuordnung der Gründungsstrukturen stellten hohe Anforderungen an Planung und Bauausführung.

Die Aufstockung der Bestandsgebäude wurde in Holzbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad umgesetzt. Zur Aufnahme der zusätzlichen Lasten waren umfangreiche Nachweise des Bestandes sowie gezielte Verstärkungsmaßnahmen erforderlich. Die neuen Balkone wurden als Stahlkonstruktionen ausgeführt und mit komplexen Eingriffen in die bestehende Tragstruktur an den Bestand angebunden.

Parallel zur Nachverdichtung erfolgte eine umfassende energetische Sanierung der Bestandsgebäude. Dabei wurden hohe Anforderungen an Raumklima, Schall- und Brandschutz berücksichtigt. Die Arbeiten wurden überwiegend bei laufendem Betrieb durchgeführt, was eine enge Abstimmung aller Beteiligten erforderte.